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Walgesang

From The Herald of Christian Science - September 22, 2022


Es gibt Zeiten, in denen die Lebensumstände uns das Gefühl geben, dass eine Lösung und ein guter Weg voran einfach nicht in Sicht sind. Doch eine Erfahrung unlängst hat mir eine ermutigende Analogie aufgezeigt.

Ich ging am Strand entlang und beschloss, eine Strecke zu schwimmen. Als ich unter die Oberfläche eindrang und etwas weiter in die Tiefe hinuntertauchte, hörte ich etwas Lautes – Walgesang! Ich war vom Gesang unzähliger Wale umgeben. Die vorbeischwimmenden Wale hatten die ganze Zeit gesungen, aber draußen am Strand wusste ich es nicht, bis ich ins Wasser eingetaucht war und zuhörte.

Das machte mich nachdenklich. Ich begriff, dass es bei Gebet ähnlich ist. Wenn in der Familie, am Arbeitsplatz, in finanziellen Dingen, in den Nachrichten oder anderswo Probleme auftreten, dann ist Gebet die Möglichkeit, tiefer einzudringen und geistige Lösungen wahrzunehmen und zu hören, die auf der materiellen Oberfläche einfach nicht zu erkennen sind.

Christus Jesus demonstrierte für uns alle eine auf Gebet beruhende Herangehensweise daran, über die Wellen hinaus zu blicken und zu lauschen. Als er und seine Jünger in einem Schiff waren, das von Sturmwellen hin und her geworfen wurde, befahl er: „Schweig und verstumme!“, und die Wellen legten sich (Markus 4:39). Er verstand, dass Gott, göttliche Liebe, selbst inmitten dieses Sturms bei ihnen war, und Jesu Gebet zeigte allen die Ruhe, die in Wirklichkeit herrschte.

Im Alten Testament erkannte der Prophet Elisa etwas davon, als sein Diener bemerkte, dass die Stadt von Menschen umzingelt war, die ihn gefangen nehmen wollten. Elisa versicherte ihm mit der Klarheit geistigen Verständnisses: „Die, die bei uns sind, sind zahlreicher als die, die bei ihnen sind“ (2. Könige 6:16). Und dann sah auch der Diener die Engelschar, die sie umgab.

Wie schaffen wir das – wie ist es möglich, zunächst nicht sichtbare Lösungen zu erkennen oder inmitten eines wütenden Sturms ruhig zu sein? Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, schrieb: „Wir müssen tief in die Wirklichkeit hineinschauen, statt nur den äußeren Eindruck der Dinge zu akzeptieren“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 129). Ein Ausgangspunkt ist Gebet, in dem wir auf Gott harren – unser Denken beruhigen, die Gegenwart und Macht des Göttlichen bestätigen, Gott an dem Gespräch beteiligen und dann zuhören. Und dann sind wir offen dafür, den „Gesang“ der göttlichen Wissenschaft zu vernehmen, der uns befähigt, von einer völlig anderen Warte über das zu denken, was die materielle Oberfläche uns präsentiert.

Diese Grundlage ist die Wahrheit über Gottes Fürsorge für jeden von uns als Sein Kind, vollständig geistig und Gottes unendliche Güte widerspiegelnd. Wenn wir anfangen, diese geistige Wirklichkeit zu erkennen und von ihr aus zu argumentieren, zeigt sich eine heilende Wirkung.

Einmal fühlte ich mich in einer Beziehung sehr entmutigt, weil ich mich sehr eingebracht hatte und meinte, selbst nicht viel zurückzubekommen. Da ich von diesem gedanklichen Standpunkt kein konstruktives Ergebnis erwarten konnte, verstand ich, dass ich tiefer in das Thema eindringen und beten musste. Mein Gebet war ganz einfach: „Gott, zeig mir, was ich hier verstehen muss.“

Mir kam sofort die Antwort: „Hast du nicht ausreichend Gutes in deinem Leben?“ Ich begriff, dass ich mich darauf versteift hatte, was mir meiner Meinung nach fehlte. Doch geistig haben wir bereits alles, was wir brauchen, denn unsere wahre Natur ist untrennbar von Gott. Es fühlte sich an, als ob Gott sagte: „Die Wale singen längst – tauche in die Wellen ein und höre zu.“

Mit diesem Hinweis konnte ich meinen Weg weitergehen und bereitwilliger in andere investieren, was meinem Umgang mit allen Menschen zugutekam.

Die Bereitschaft, unsere eigenen Vorstellungen im Gebet zu hinterfragen und von dem aus zu argumentieren, was Gott, das göttliche Gemüt, uns über uns und die Situation offenbart, befähigt uns, die potenziellen, bereitstehenden Lösungen zu erkennen. Mrs. Eddy sprach diese Art von Erkenntnis im Denken an, als sie schrieb: „Die Wirkung dieser Wissenschaft besteht darin, das menschliche Gemüt so aufzurütteln, dass es seine Grundlage verändert, von der aus es dann der Harmonie des göttlichen Gemüts Raum geben kann“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 162).

Ob eine Situation uns persönlich oder die Welt betrifft, wir haben die gottgegebene Fähigkeit, genau hinzusehen, unter die Oberflächengeräusche vorzudringen und die geistigen Antworten zu hören, die dort für uns erklingen, selbst wenn wir auf den ersten Blick keine Lösung erkennen können.

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In 1903, Mary Baker Eddy established The Herald of Christian Science. Its purpose: "to proclaim the universal activity and availability of Truth." The definition of "herald" as given in a dictionary, "forerunner—a messenger sent before to give notice of the approach of what is to follow," gives a special significance to the name Herald and moreover points to our obligation, the obligation of each one of us, to see that our Heralds fulfill their trust, a trust inseparable from the Christ and first announced by Jesus (Mark 16:15), "Go ye into all the world, and preach the gospel to every creature."

Mary Sands Lee, Christian Science Sentinel, July 7, 1956

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