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Die Macht von Gottes Gegenwart

From The Herald of Christian Science - October 11, 2021


 Gottes Gegenwart zu fühlen heißt: etwas Großes geschieht. Wenn wir die Tatsächlichkeit von Gott als allumfassendem Geist erfassen, erleben wir mehr von der Gegenwart unserer eigenen wahren, geistigen Natur. Bei Gott zu sein, mit unserer geistigen Identität, gibt uns Zuversicht, christliche Heiler zu sein.

Doch die meisten von uns haben schon einmal erlebt, dass das Gefühl von Unzulänglichkeit und Selbstzweifel unsere Heilpraxis aus der Bahn zu werfen droht, selbst wenn wir zuvor klare Erfolge erzielt haben. Es gibt die Tendenz, die Fähigkeit zu heilen auf der Grundlage von menschlichem Perfektionismus zu messen, einem unerreichbaren Standard, der Menschen das Gefühl vermittelt, „Betrüger“ zu sein. Dieses Gefühl wird jetzt vielfach als „Hochstapler-Syndrom“ bezeichnet. Man hat das Gefühl, der Heilung unwürdig zu sein – dass man das, was man am meisten wünscht (Gesundheit, Liebe, Frieden, Zufriedenheit usw.), nicht verdient oder dass „alle anderen die Dinge im Griff haben und ich nicht verstehe, was ich falsch mache“.

Die Erfahrung und Ermutigung von Christus Jesus bieten eine völlig andere Sichtweise. Statt sich auf seine eigenen Fähigkeiten zu verlassen, heilte Jesus durch die Macht des Christus – sein geistiges Selbst, das eins mit Gott, Geist, ist. Und die Christus-Macht, die ihm Kraft gab, gibt auch uns Kraft. Dieser Christus ist nicht von menschlichen Methoden oder Fertigkeiten abhängig; er ist die Tätigkeit des Geistes, die uns zu einer geistigen Sicht von uns und anderen führt, wo göttliche Vollkommenheit und Güte durchscheinen.

Dies wird in Jesu Bergpredigt in der Bibel verdeutlicht: „Ihr seid das Licht der Welt. ... So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5:14, 16). Einige Menschen betrachten dies als das größte Kompliment, das einer Christin oder einem Christen jemals gemacht wurde, denn darin fordert Jesus sie oder ihn auf, ihm in seiner selbstgeschaffenen und folgendermaßen beschriebenen Rolle nachzustreben: „Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt“ (Johannes 9:5).

„Hochstapler-Syndrom“ vermittelt uns das Gefühl, die Quelle unserer Kompetenz zu sein. Doch die Fähigkeit zu heilen wie Jesus kommt nicht von uns. Heilen liegt darin, die Gegenwart des Geistes hier und jetzt zu fühlen und das Licht des Geistes ganz natürlich scheinen zu lassen. Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass die Macht dieser Gegenwart immer zur Hand ist und durch den Christus, die wahre Idee von Gott, als göttliche Wahrnehmung ins menschliche Bewusstsein kommt.

Paulus führte dies weiter aus, als er schrieb: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus“ (Philipper 4:13). Die Gegenwart des Christus bringt all unser Analysieren, Kontrollieren und Planen zur Ruhe. Sie macht uns der Stille und Harmonie bewusst. Und selbst wenn Selbstzweifel sich breitmachen, zeigt der Christus uns sanft, dass Gott, Geist, die Quelle allen Heilens ist. Er treibt jedes Gefühl von Unzulänglichkeit aus. Er hilft uns bei unserer Zielsetzung und verleiht uns die Zuversicht, die Ziele auch zu erreichen.

Schon bevor Jesus Heilungen vollbracht hatte, erklärte Gott ihn als „[meinen geliebten] Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Matthäus 3:17). Die Gnade dieser vorab gewährten Gutheißung Gottes lädt uns ein, menschliche Vorbedingungen, die die Gegenwart des Christus-Lichts ausschließen würden, loszulassen. Diese Gnade nimmt unseren Bemühungen die Bedrängnis und lenkt das Denken weg von dem Ziel, etwas zu vollbringen oder ein bestimmtes Ergebnis zu erwirken, hin zur Bestätigung der gegenwärtigen Wirklichkeit von Frieden, Harmonie, Lebendigkeit, Freude. Diese Eigenschaften sind in unserer wahren, absoluten und völlig göttlichen Natur enthalten, denn sie spiegeln Geist wider.

Christlich-wissenschaftliches Gebet lenkt unser Denken von uns selbst fort – von dem Wunsch nach ständiger Selbstverbesserung. Stattdessen hören und erleben wir, was Gott, Geist, bereits vollbringt, und wir erkennen, was schon geistig wahr ist. Wir lesen in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy: „Wenn wir zu Gott beten, als wäre Er eine körperliche Person, wird uns das hindern, die menschlichen Zweifel und Befürchtungen aufzugeben, die mit einem solchen Glauben zusammenhängen, und so können wir die Wunder nicht fassen, die die unendliche, unkörperliche Liebe bewirkt, für die alle Dinge möglich sind“ (S. 13).

Unser Wunsch, die Wunder der unendlichen Liebe zu begreifen, bedeutet, mehr von der göttlichen Gegenwart wissen und diese fühlen zu wollen. Je mehr wir aus ganzem Herzen wünschen, in der göttlichen Liebe statt mitten im Auf und Ab des menschlichen Lebens zu sein, desto mehr fühlen wir, dass Geist in unserem Leben wirkt, und desto mehr erleben wir dessen heilende Auswirkungen.

Die Gnade der göttlichen Gegenwart zeigt, dass wir nicht mehr tun oder sein müssen, als wir bereits sind, um zu heilen und geheilt zu werden. Heilung ist die Praxis des Verstehens, was bereits ist – die Wahrheit des Seins, die Vollkommenheit der Liebe, die Allheit des Geistes. Mary Baker Eddy schreibt: „Frieden und Heiligkeit zu erreichen heißt, die göttliche Gegenwart und Allheit zu erkennen“ (Botschaft an die Mutterkirche für 1902, S. 16). Dies bringt jeden Selbstzweifel und jedes Gefühl, ein Hochstapler zu sein, zum Schweigen. Wir sind nicht fehlerhafte Sterbliche, die etwas zu tun vorgeben. Wenn wir Gottes Gegenwart fühlen, dann fühlen wir mehr von unserer eigenen wahren Gegenwart. Oft fühlen wir umfassenden Frieden noch bevor das Problem nach außen hin gelöst ist – und das Ergebnis ist Heilung.

Larissa Snorek
Stellvertretende Chefredakteurin

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Mary Sands Lee, Christian Science Sentinel, July 7, 1956

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