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Den tiefen Frieden Gottes finden

From The Herald of Christian Science - May 19, 2022


Würden Sie gern mehr Frieden haben? Trotz allem, was über eine von Bedrohung erfüllte Welt berichtet wird, gibt es ein geistiges Universum, das friedvoll, intelligent regiert, stabil und voll Liebe, Sicherheit und Geborgenheit ist. Dieses Universum ist kein ferner Ort, den man nach dem Tod entdeckt, sondern hier und jetzt mit dem geistigen Sinn erfahrbar. Christus Jesus lehrte: „Das Himmelreich ist nahe gekommen“ (Matthäus 10:7). Gottes Universum der Wahrheit und Liebe findet sich im geistigen Bewusstsein und ist immer gegenwärtig, sodass wir es wahrnehmen, erkennen und erleben können.

Als junger Mann, der sich nach mehr Frieden in seinem Leben sehnte, plante ich einmal einen Tag ohne jegliche weltlichen Pflichten, an dem ich mit Gott allein sein konnte. Obwohl ich zusammen mit meinem Vater einen großen landwirtschaftlichen Betrieb führte, stellte ich strenge Regeln auf, um mich an diesem besonderen Tag durch nichts ablenken zu lassen, und war bereit, die nötigen Opfer zu bringen, damit dieses konzentrierte Gebet stattfinden konnte.

Als der Tag kam, durchforstete ich die Bibel und das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, nach Ideen über meine Identität und mein weiteres Leben. Dazu recherchierte ich Begriffe wie Frieden, Ruhe, Stille, Gelassenheit, Glauben und Vertrauen. Ich war auf der Suche nach geistigen Wahrheitsgedanken, die meine damaligen Befürchtungen auflösen und durch ein klareres Verständnis von Gottes unendlicher Liebe ersetzen konnten, in der alles zum Besten kommt.

Bei diesen Recherchen verlor ich jedes Zeitgefühl. Weltliche Erfolge verloren jeglichen Reiz für mich; Frieden breitete sich aus und vereinnahmte mich wie das Morgenlicht, das während des Tages immer heller wird, und ich fühlte mich Gott nahe. Am Abend war mein Denken entspannt, leise, beschwingt, froh – himmlisch! Nichts machte mir mehr Sorgen oder verunsicherte mich. Es war herrlicher als alles, was ich jemals erlebt hatte.

Der tiefe Friede, den ich gefunden hatte, hielt wochenlang an und führte mein Leben in neue und fortschrittliche Richtungen. Personen in meiner Umgebung baten mich, für sie zu beten, und das führte dazu, dass ich Praktiker der Christlichen Wissenschaft wurde – der schönste Beruf, den ich mir jemals hätte vorstellen können. Kurz darauf lernte ich meine zukünftige Frau kennen. Ich hatte einen kleinen Einblick in ein Universum der unendlichen Liebe erlangt, einen Ort des absoluten Friedens, in dem die Zeit aufgehoben und man in der Ewigkeit enthalten ist. Ich hatte den Frieden und die Liebe Gottes gefunden.

Wenn ich seitdem Stress über persönliche Komplikationen oder Weltereignisse fühle, denke ich an jenen Tag zurück und erinnere mich daran, dass es möglich ist, die Ängste und Sorgen des menschlichen Gemüts auszuschließen und tiefen Frieden zu finden, indem man die Wahrheit Gottes und Seines Universums versteht. Diese Wahrheit sagt, dass wir keine hilflosen Sterblichen sind, die Zufall, Krankheit, Konflikt und Chaos ausgesetzt sind. Wir sind unsterbliche Wesen, die hier und jetzt in einem Universum der göttlichen Liebe ein ewiges, geistiges Leben führen. Der frühe Christ Paulus drückte es so aus: „In ihm leben, weben und sind wir“ (Apostelgeschichte 17:28).

Dieses Universum der Liebe ist unser Zuhause, unsere natürliche Ruhestätte. Es ist ein Ort der Stabilität, Ruhe, Liebe, Reichhaltigkeit und Gesundheit. Das mag dem materiellen Sinn wie eine Traumvorstellung vorkommen. Doch für den geistigen Sinn ist es felsenfest und direkt zur Hand. Christus Jesus hat uns gelehrt, wie wir es finden können, als er sagte: „Wenn du betest, geh in dein Zimmer und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich öffentlich belohnen“ (Matthäus 6:6).

Dieses Zimmer ist der geistige Sinn. Wenn die materiellen Sinne uns mit beunruhigenden Berichten bombardieren, können wir in das Zimmer des geistigen Sinnes gehen, den Lärm des sterblichen Gemüts (eines angeblichen Gemüts, das Gott, dem Guten, entgegengesetzt ist) aussperren und Gottes Gegenwart fühlen. Das menschliche Gemüt mag behaupten, dies sei unmöglich, indem es vorgibt, das Zeugnis der materiellen Sinne müsse vor allem anderen befolgt werden. Doch der materielle Sinn hat nirgendwo Vorrang. Er kontrolliert unser Denken nicht. Er hat keine Macht, die man befolgen und fürchten muss. Gottes Mensch wird durch geistigen Sinn regiert, der immer gegenwärtig ist, um uns zu führen, anzuleiten und zu inspirieren. Wie beim Umschalten im Fernseher können wir den materiellen Sinn abschalten und uns auf den geistigen Sinn einstellen, um zu Gottes Frieden zu gelangen.

Wissenschaft und Gesundheit sagt hinsichtlich des Zimmers, auf das Jesus sich bezog: „Das Zimmer symbolisiert das Heiligtum des Geistes, dessen Tür den sündigen Sinn ausschließt, aber Wahrheit, Leben und Liebe einlässt“ (S. 15).

Das Heiligtum des Geistes ist Gottes Allheit. Es macht uns Gottes Allmacht, Allgegenwart und Allwissenheit bewusst. Es ist das einzige Bewusstsein und enthält nichts Böses, keine Bedrohung unserer Sicherheit und kein schädliches Klima. Wir brauchen keine Konflikte zu fürchten und keine Ängste mit uns herumzutragen. In dem Gebet-Zimmer der Wahrheit, Gottes, werden zeitliche Ängste des menschlichen Gemüts durch Gottes Wirklichkeit aufgelöst. Man kann nur unendliche Liebe, alles durchdringende Güte und tiefen Frieden fühlen, kennen und erleben. Das Bewusstsein von Gottes Allheit zeigt uns, dass das Böse nicht die Wirklichkeit ist, als die sie erscheint. Die Behauptungen des Bösen haben im geistigen Sinn keinen Bestand.

Jesus lehrte, dass das Böse eine Lüge ist und dass der Teufel ein Lügner und der Vater aller Lügen ist (siehe Johannes 8:44). Für den geistigen Sinn ist Gott Alles-in-allem, das einzige Leben, der einzige Geist, die einzige Seele und Wahrheit der Existenz. Der Mensch ist in Wirklichkeit geistig und lebt in der Allheit Gottes – beschützt, unterstützt und betreut durch unendliche Liebe. Das Böse kann in der Allheit Gottes keinen Platz einnehmen. Für den geistigen Sinn stellt das Böse keine Bedrohung dar. Sein angeblicher Anspruch auf Macht ist gänzlich machtlos. Es ist Irrglaube, der durch ein Verständnis geistiger Wahrheit verschwindet.

Wenn wir das Zimmer des geistigen Sinnes betreten und Gottes Allheit erkennen, richtet sich das Menschliche am Göttlichen aus. Die zeitlichen und illusorischen Gefühle des Bösen lassen nach, und die Wirklichkeit des Lebens als Gott zeigt sich. Das Gebet: „Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel“ (Matthäus 6:10), das Jesus lehrte, geht in Erfüllung, und ein größerer Teil dieses Himmelreichs wird fühlbar. Frieden macht sich breit. Heilung findet statt.

„Dem festen Sinn erhältst du Frieden; Frieden, weil er dir vertraut“, schrieb der Prophet Jesaja (Jesaja 26:3). Das Bewusstsein von Gottes Allheit erlangt den Frieden Gottes. In diesem Bewusstsein gibt es außer der unendlichen Liebe und dem fortdauernden Guten keine Wirklichkeit, Macht oder Gegenwart, die man erleben kann. Dort existieren nur Sicherheit und Gesundheit. Dort erlebt man tiefen und vollkommenen Frieden.

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In 1903, Mary Baker Eddy established The Herald of Christian Science. Its purpose: "to proclaim the universal activity and availability of Truth." The definition of "herald" as given in a dictionary, "forerunner—a messenger sent before to give notice of the approach of what is to follow," gives a special significance to the name Herald and moreover points to our obligation, the obligation of each one of us, to see that our Heralds fulfill their trust, a trust inseparable from the Christ and first announced by Jesus (Mark 16:15), "Go ye into all the world, and preach the gospel to every creature."

Mary Sands Lee, Christian Science Sentinel, July 7, 1956

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